Hintergrund

Aus über 50 Entwicklungsländern werden große Mengen wertvoller Rohstoffe exportiert, auf die die Weltwirtschaft angewiesen ist. Ohne Coltan aus dem Kongo würden Handys nicht funktionieren, Diamanten schmücken nicht nur die High Society und ohne Erdöl stehen alle Räder still.

Rohstoffe sind die Treib- und Schmierstoffe unserer Wirtschaft. Aber für viele Förderländer des Südens ist ihr Rohstoffreichtum nicht Quelle staatlicher Wohlfahrt, sondern ein Fluch: Untergrabung regulärer Ökonomien, Auflösung des staatlichen Gewaltmonopols, Kriege, Menschenrechtsverletzungen. Üppige Rohstoffvorkommen wecken weltweit und im eigenen Land Begehrlichkeiten und dank ihrer “rechnen” sich Bürgerkriege in Afrika.

Das rohstoffreichste Land Afrikas, die Demokratische Republik Kongo, “verdankt” ihren Bodenschätzen – allem voran dem Coltan – Jahrzehnte des Bürgerkrieges: Mit der Förderung und dem Verkauf von Coltan haben die Bürgerkriegsparteien eine regelrechte Gewaltökonomie aufgebaut. In Ghana zerstört die Gewinnung von Gold die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung und in den Erdölregionen Nigerias, des Tschad und des Sudan lösen sich soziale Strukturen auf. Ganze Regionen sind geprägt von Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. In Angola und Sierra Leone finanzierten “Blutdiamanten” die Bürgerkriege.

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